31. März 2010
„Kann es Kunstgeschichte geben, die nicht als Utopie begonnen
hätte? Müssen nicht allemal Träume jedweder Realität vor-
angehen, Träume von der unerhörten Reichweite des
menschlichen Geistes und der Kreativität von Künstlern?“
Manfred de la Motte ist auf der Suche nach „Utopia“, dem
erdachten Land, der erdachten Ausstellung.
So wie vielleicht auch einige, heute Abend hier, auf der Suche
sind nach dem „Kunststandort Saarbrücken“!
Mein Versuch: der Vergleich Berlin – Saarbrücken und die Suche
nach dem tertium, dem Dritten des Vergleichs.
Auf den ersten Blick stellt sich Berlin als „Mekka der Kunst“
dar und Saarbrücken bewegt sich am „Rande der Kunstwelt“.
Ich möchte den Versuch unternehmen diese beiden Pole einander
anzunähern.
Während meiner Arbeit für den Landesverband Berliner Galerien
(LVBG) wurde 2003 eine Galerienumfrage mit dem Ziel der Stand-
ortbeschreibung durchgeführt.
Resümee: Berlin ist mit über 400 kommerziell tätigen Galerien
für zeitgenössische Kunst und klassische Moderne der größte
Galerienstandort Europas.
Im Rahmen des Projekts „kunstraum saarbrücken“ werden im Pro-
grammheft 4 Saarbrücker Galerien vorgestellt.
Von der Standortbeschreibung in Berlin gehen Anregungen und
Forderungen aus, die zum Aufbau und Ausbau des Standortseg-
ments „Kunstmarkt“ beitragen sollen und die man in kleinerem
Format auch auf den Standort Saarbrücken übertragen kann.
In Berlin gibt es die traditionelle Kunstförderung seit 1950
bei Ernst Reuter. In Saarbrücken wird traditionell die Musik
gefördert.
Das Saarland ist wie so oft Schlusslicht, auch bei der Kultur-
förderung! So die Erhebung des statistischen Bundesamtes für
den Zeitraum 2000 bis 2005.
Mit einer Standortbeschreibung, die Lücken aufzeigt und Ziele
formuliert, kann man für eine Förderung durch Stadt und Land
werben.
Ziel muss es sein, längerfristige Förderkonzepte zu erwirken,
statt einzelne Ausschreibungen z.B. für den öffentlichen Raum
zu machen. Diese gehen am privaten Kunsterwerb, der gefördert
werden soll, vorbei.
Zielformulierung ist: Eine nachhaltige Förderung vor dem Hin-
tergrund des Wirtschafts- und Kulturfaktors der Galerien- und
Künstlerszene.
Kulturfaktor:
Grundlage ist die Ausstellung zeitgenössischer Kunst. (Kann
nur bedingt von den Museen geleistet werden).
(Für die aktuelle Kunst gibt es definitiv zu wenige Ausstel-
lungsmöglichkeiten in Saarbrücken, was die Vielzahl an Bewer-
bungen, die in der Galerie eingehen deutlich macht.)
Ausstellungen und Kunstschaffen tragen zur Auseinandersetzung
der Saarbrücker mit zeitgenössischer Kunst bei. (Bsp. St. Ing-
bert, „kunstraum max g.“: offeneres und interessiertes Be-
wusstsein für aktuelle Kunst)
Lebendiges Kunstgeschehen zieht Besucher in die Stadt, trägt
zum internationalen Kulturaustausch bei. Ist also auch Wirt-
schaftsfaktor!
Wirtschaftsfaktor:
private Initiative/Finanzmittel werden eingesetzt. (Ausgaben
für Künstlerbedarf, Werbung, Druckereien, Transportunterneh-
men, Versicherungen, etc., Mietausgaben) Stadtentwicklung: Bsp. KuBa: Entstehung eines neuen Stadtvier-
tels, allerdings durch Förderung und hohem finanziellen Ein-
satz der Künstler.
Belebung der Innenstadt: Bsp. Berlin: Künstler bevölkern ein
Stadtviertel nach dem anderen, machen diese kreativ-bewohnbar
(Trockenwohnen) und anziehend für solvente Mieter.
Leerstand verhindern durch die Möglichkeit der Zwischenmiete!
Förderung:
Bezahlbare Ateliers und Galerieräume durch die Möglichkeit zur
Zwischenmiete; es liegt bereits ein ausgearbeitetes Konzept
dazu vor.
Existenzgründerförderung im Kunst- und Kulturbereich ausbauen.
Das Stadtmarketing mit der Kunst- und Galerienszene vernetzen
sowie die Kulturinstitutionen untereinander. Mit anderen Krea-
tivbranchen wie Werbung und Architekten zusammenschließen.
Statt einmalige Präsentation eines Teils des Kunstgeschehens
im Jahr der bildenden Kunst, die regelmäßige Darstellung mit-
tels Internetauftritt und Programmheft, was durch den Kultur-
dezernenten Herrn Schrader bereits anvisiert ist („Kunststadt-
führer“).
Entzerrung des „Tages der Bildenden Kunst“ durch Gallery Week-
ends, Atelierparcours und Offene Ateliers für Künstler
Nationale und internationale Messeförderung z.B. in Metz und
Karlsruhe durch eine „Sektion Saarland“ oder „Sektion Saar-
Lor-Lux“ (Vgl. „Berliner Block“ in den achtziger Jahren in
Köln und seit einigen Jahren in Karlsruhe)
Die Kunst als Botschafter für das Image der Stadt als Kunst-
und Kulturstadt einsetzen.
Diese Botschaft an die Politik weitergeben, indem die Beiträge
und Diskussionsrunden in der Rosenstraße gesammelt und doku-
mentiert werden.
„Kreativ-Zelle Rosenstraße“
Dazu laden wir ein und möchten eure Meinung hören.
Beiträge offene Diskussion: Zusammenfassung der Hauptpunkte
1. Umgang mit der Presse/ mit den Medien:
Stichwort: „Ein Saarland – eine Zeitung“ Es fehlt an einer zusammenhängenden Darstellung im Saarland
und über die Grenzen hinaus/ Betrachtung der Großregion
2. Strukturen im Kunst- und Kulturbereich: müssen ausgebaut
werden
Es fehlt an Netzwerken und Plattformen (Internet) zur Zusam-
menarbeit vor Ort und über die Grenzen sowie um andere Krea-
tivbranchen zu erreichen und sich darzustellen.
Bereits bestehende Plattform für Künstler: Kunstlexikon und
Künstlerlexikon Saar des Instituts für Aktuelle Kunst.
3. Kunstaktionen im Saarland:
Ideen sammeln für Kunstaktionen, Tag der offenen Ateliers für
Künstler (Austausch) und Entzerrung des Tages der Bildenden
Kunst durch vielfältige aber strukturierte Angebote, wie Ate-
lierparcours und Gallery Weekends. Das Programm auf einen be-
stimmten Zeitraum (Vgl. kunstherbst, Berlin) festlegen und ge-
führte Touren anbieten. Nicht auf Saarbrücken beschränken.
4. Messeförderung: gebündelte Präsentation saarländischer
Künstler und Galerien anstelle eines geförderten Messestandes
der HBK
5. Förderung durch die Möglichkeit der Zwischenmiete:
Ein ausgearbeitetes Konzept dazu liegt bereits vor, wurde aber
von der Stadt abgelehnt. Aufzeigen des Bedarfs durch Sammlung
von Mietgesuchen.
6. Dokumentation und Sammlung der Jour-Fix-Beiträge in der Ro-
senstraße durch Verendung eines Rundbriefs und e-mail-
Verteilers, um weitere Interessierte zu gewinnen. Ausbau zu
einem Newsletter, an dem alle Teilnehmer mitschreiben können.
Teilnehmerliste:
Gardy Götzinger
Karolin Bohrer
Sandra Kraemer
Brigitte Wiehr, Malschule Güdingen
Jens Stahnke
Max G. Grand-Montagne
Monika Tholl-Wildhagen
Ellen Franek
Gudrun Emmert
Günther Swiderski
Peter Strickmann
Sandra Gebhard
28. April 2010
„rosenstraße vis-à-vis“ in der galerie karolin bohrer
Kulturdezernent Erik Schrader zum Thema:
„kunstraum saarbrücken“
Mittwoch, 28. April 2010, 20.30 Uhr
1. Begrüßung durch Karolin Bohrer und Vorstellungsrunde
2. Kulturdezernent Erik Schrader zum Thema: „kunstraum saar-
brücken“ und offene Diskussion
3. Report Podiumsdiskussion „Platz da für die Kunst!“ am
23.04.10 und Ausblick auf das nächste „Vis-à-Vis“
4. Teilnehmerliste
1. Begrüßung und Vorstellungsrunde
Vorstellung der einzelnen Teilnehmer.
Vorstellung der Ziele des Museum Gosz durch Malgorzata Sztre-
mer.
2. Kulturdezernent Erik Schrader zum Thema: „kunstraum saar-
brücken“
Ziele des Projekts:
1. die Vernetzung:
Initiative „kunstraum saarbrücken“ als zusammenfassendes Pro-
jekt: Kommunikation fördern, Einzelprojekte vernetzen, bereits
im Ministerium
Anstoß geben zur Vernetzung der Institutionen, Galerien,
Künstler untereinander, um Synergieeffekte zu nutzen
Bsp. Kooperation des Saarlandmuseums mit dem Saarbrücker Film-
haus. Vorstellung des Projekts durch Michael Jurich: Es werden
ab Juni 2010 monatlich Filme zu Künstlern oder Kunstfilme ge-
zeigt, die in Verbindung mit der Sammlung des Saarlandmuseums
stehen. Start mit David Lynch, Niki de Saint Phalle und Max
Ernst, jeweils mit einer Einführung durch Museumspädagogen des
Saarlandmuseums.
2. die Kampagne:
Öffentlichkeit schaffen durch Plakataktion, Flyer, temporäre
Kunstprojekte im öffentlichen Raum, Tag der bildenden Kunst
Stärken der Stadt im Kunstbereich fördern für das Image der Stadt: Stiftung Saarländischer Kulturbesitz, Stadtgalerie,
Künstlerhaus, HBK, lebendige Kunstszene, KuBa
Kampagne soll Tourismus und Bevölkerung ansprechen, Schwellen-
ängste abbauen.
3. Stadt und Land in die Verantwortung nehmen:
durch Kampagne und gemeinsame Projekte die Notwendigkeit der
Förderung durch Stadt und Land aufzeigen und für finanzielle
Mittel werben
Ausblick auf das folgende Programm „kunstraum saarbrücken“:
Es wird weitere Veranstaltungen in Zusammenarbeit mit HBK, SR2
KuBa und der Stadtgalerie geben.
Die Homepage soll über das Jahr 2010 weiter laufen und ge-
pflegt werden.
Nachfrage in der Diskussion: Warum nur vier Galerien im Flyer
aufgeführt sind/ auf der Homepage vorgestellt werden?
Defizit wurde erkannt, Ziel wäre ein jährlicher Museums- und
Galerienführer.
Anmerkung in der Diskussion: es fehlt an genauer Beschreibung
der einzelnen Einrichtungen und Angebote (Galerien, Kunstpro-
jekte, private Initiativen oder durch öffentliche Mittel ge-
förderte), so dass es schwierig ist, eine persönliche Auswahl
zu treffen und einen Überblick zu gewinnen - Aufruf an die
Kunsthistoriker und Medien, Diskurse zu schaffen und diese zu
veröffentlichen.
abschließende Frage zur Diskussion „kunstraum saarbrücken“:
Was bringt das Projekt dem einzelnen Künstler? Wie die „Kunst-
räume“ durchdringen?
Erfolge oder Ergebnisse sind schwer zu bemessen: Erhöhung der
Besucherzahlen in Museen und Galerien, Teilnehmerzahlen an den
Veranstaltungen, Niederschlag in den Medien, etc.
Frage der Galeristin: wie den privaten Kunsterwerb vor Ort
fördern?
Diskussion: Gibt es einen saarländischen Kunstmarkt?
Möglichkeit für die Stadt in Zusammenarbeit mit Art Consul-
tern, Kuratoren große kommerzielle Ausstellungen zu realisie-
ren, die Wirkung in der Bevölkerung und nach außen haben (Tou-
rismus) und für das Image der Stadt werben (Marketing-
Kampagne)
Frage nach der erfolgreichen Vernetzung in der Region Saar-
Lor-Lux? Diesjährige Art Metz?
Verweis auf die Projekte artmix und das Quatropole-Festival.
Zusammenarbeit über die Grenzen kann/muss noch verbessert wer-
den.
Das Projekt „kunstraum saarbrücken“ als Anstoß, um die genann-
ten Punkte auf den Weg zu bringen und zu diskutieren.
3. Kurzreport zur Podiumsdiskussion „Platz da für die Kunst!“
am 23.04.10 im KuBa, moderiert von Barbara Renno (SR2):
Vorstellung des Kurators Kai Bauer, verantwortlich für die
„Temporären Kunstprojekte Saarbrücken City & Quartier Euro-
bahnhof 2010“ mit den Künstlern:
Byung Chul Kim
Bernadette Fernandes
Jürgen Palmtag
Simone Decker
Köbberling/Kaltwasser
Die Wiener Künstlerin Barbara Holub zum Begriff „Kunst im öf-
fentlichen Raum“: „Fragestellungen in der Öffentlichkeit
sichtbar machen“
Sie beschreibt die „Wüstensituation“ in Saarbrücken als posi-
tive Ausgangssituation für die aktuelle Kunst, Saarbrücken als
„kunstfreie Stadt“, nicht vorbelastet im Vergleich zu Salzburg
und Wien.
Beschreibung eines „Leerstand-Projekts“ in Salzburg, in dessen
Verlauf leer stehende Räume in der Salzburger Innenstadt von
Künstlern sichtbar gemacht und von der Bevölkerung „entdeckt“
werden konnten.
Frage nach der Finanzierung öffentlicher Projekte: oftmals
temporär, mit langer Vorlaufzeit. Problematik: wie private In-
vestoren ansprechen?
Bernadette Spinnen, Marketing Münster:
Kunst im öffentlichen Raum als Visitenkarte der Stadt, Bsp.
„Skulpturprojekte Münster“. Identität schaffen durch Kunstpro-
jekte, Bürger identifizieren sich mit der Stadt und mit der
Kunst (Publikumsmagnet). Privat finanzierte Projekte, Bsp.
Bahnhofsviertel Münster, schließen sich an.
Fazit: Die Diskussion muss weiter gehen!
Ausblick: „rosenstraße vis-à-vis“ am Mittwoch, 26. Mai ab 19 h
im Atelier Gardy Götzinger, Dirk Bubel spricht über das Saar-
ländische Künstlerhaus
4. Teilnehmerliste 28. April 2010:
Karolin Bohrer
Elke Fegert
Ellen Franek
Kerstin Joost-Schäfer
Michael Jurich
Kulturdezernent Erik Schrader
Malgorzata Sztremer
Monika Tholl-Wildhagen
26. Mai 2010
Mit einem Beitrag von Dirk Bubel, Saarländisches Künstlerhaus
1. Begrüßung durch Gardy Götzinger und Ankündigung: eigene Internetseite für „rosenstraße-vis-à-vis“ und Versendung des Newsletters
2. kurzer Rückblick auf „rosenstraße-vis-à-vis“ am 28.04. durch Karolin Bohrer
3. Dirk Bubel über seine ehrenamtliche Arbeit für das Saarländische Künstlerhaus und seine Tätigkeit bei der „Arbeit und Kultur Saarland GmbH“, offene Diskussion
4. Teilnehmerliste
1. Begrüßung durch Gardy Götzinger und Ankündigung: Es wird demnächst eine eigene Internetseite für „rosenstraße-vis-à-vis“ und die Versendung/ Abonnement des Newsletters geben.
2. kurzer Rückblick auf „rosenstraße-vis-à-vis“ am 28.04. durch Karolin Bohrer:
Hinweis auf die Kooperation des Saarbrücker Filmhauses mit dem Saarlandmuseum im Rahmen des Projekts „kunstraum saarbrücken“: Programm „Film und Kunst“ von Juni bis Dezember.
Hinweis auf das Leerstandprojekt „Kunst im Leerstand“ seit 20. Mai 2010 in Neunkirchen. Kurze Diskussion über „Leerstandsprojekte“ in der Vergangenheit in Saarbrücken, Bsp. Saargalerie, Völklingen und St. Ingbert und Überleitung zum Beitrag von Dirk Bubel.
3. Dirk Bubel über seine ehrenamtliche Arbeit für das Saarländische Künstlerhaus und seine Tätigkeit bei der „Arbeit und Kultur Saarland GmbH“, offene Diskussion
Dirk Bubel leitet das Saarländische Künstlerhaus ehrenamtlich seit vier Jahren.
Sparten des Künstlerhauses sind: Literatur, Musik, bildende Kunst und die angewandte Kunst, d.h. interdisziplinär angelegt wie die HBK Saar.
Sparte Literatur:
Es finden 15 Lesungen jährlich statt. Alle Veranstaltungen im Künstlerhaus sind eintrittsfrei.
Das Künstlerhaus tritt mit der Reihe „Topicana“, die „literarischen Grenzgängern“ oftmals die erste Publikation ermöglicht, auch als Verlag auf.
Sparte Musik:
Die Künstlerhausmusik umfasst Konzerte neuer und improvisierter Musik, Freejazz und Klangkunst, z.B mit Barry Guy.
Sparte Theater/Film:
Veranstaltungen in Zusammenarbeit mit perspectives und Max-Ophüls-Preis.
Es existieren zwei Künstlerwohnungen, die von Künstlergästen, z.B. im Rahmen des perspectives-Festivals genutzt werden.
Zusammenarbeit mit Filmhaus und Sparte4 angedacht.
„Talk“: Das „Saarbrücker Sofa“ mit Rainer Petto, z.B. zu aktuellen Themen wie Afghanistan und die Blauen Plaudereien, bei denen Künstler von einem „Kunstlaien“ interviewt werden.
Sparten angewandte und bildende Kunst:
Die Sparte angewandte Kunst umfasst im weitesten Sinne „Kleinplastik“ und „Kunsthandwerk“.
Es findet jährlich eine Ausstellung angewandter Kunst statt.
In der Sparte bildende Kunst werden bis zu drei unterschiedliche Ausstellungen in drei Räumen in einem Zyklus gezeigt. Es gibt 7-8 Zyklen im Jahr, die von Verbänden und Mitgliederausstellungen teilweise fest besetzt sind, aber auch Raum für neue Positionen und Wiederentdeckungen bieten.
Zu allen Ausstellungen werden Kataloge und Kataloghefte publiziert.
Die Bibliothek kann auf Anfrage genutzt werden und bietet Kataloge aller Ausstellungen des Künstlerhauses wie auch andere Ausstellungskataloge im Schriftenaustausch. Archivbedeutung für saarländische Künstler.
Der saarländische Künstlerbund und der BBK sind jährlich mit einer Ausstellung vertreten.
Die Verbände Künstlerbund, BBK, Künstlerinnenbund, Verband deutscher Schriftsteller u.a. sind unter dem Dach des Künstlerhauses angesiedelt.
Die weiteren Zyklen sind jedoch nicht „saarlandlastig“: Positionen von jungen Künstlern, wie z.B Daniel Haake (HBK) aus der Region/Großregion und von außerhalb sollen gezeigt werden.
„Wiederentdeckungen, d.h. Künstler, die über längere Zeit nicht ausgestellt haben, z.B. Heinz Diesel, Helmut Butzbach werden präsentiert.
Die verschiedenen Genres Malerei, Bildhauerei, Neue Medien, Installation und Performance sollen abgedeckt werden.
2010 mit der Ausstellung „Angezettelt“ zu 25 Jahren Künstlerhaus. Ein Jubiläum für alle Mitglieder mit 130 Beteiligungen bildender Künstler und 30 Schriftstellern auf „DIN A 3-Bogen-Format“. Kritik in der SZ wegen Qualitätsunterschiede.
Jury: drei bildende Künstler/innen, eine aus der angewandten Kunst und drei Schriftsteller aus dem Vorstand. Es werden Bewerbungen geprüft und interessante Positionen gesucht.
Es wird jährlich eine Sonderausstellung realisiert, z.B. in Zusammenarbeit mit Bydgoszcz, Polen. Austausch polnischer und saarländischer Künstler mit wechselseitiger Ausstellung. Dreisprachiger Katalog. Unterstützung durch deutsch-polnische Stiftung in Warschau.
2008 findet die Landeskunstausstellung mit großem Rahmenprogramm wie den blauen Plaudereien statt.
2007 im Kulturhauptstadtjahr die Ausstellung „(H)Art an der Grenze“.
Bei der Bewerkstelligung derartig großer und grenzübergreifender Projekte stößt das Künstlerhaus als „Selbstverwaltetes Jugendzentrum für Künstler“ mit lediglich zwei vollen Stellen und der ehrenamtlichen Tätigkeit an seine Grenzen und auf das Etat-Problem. Hauptetat und Sondermittel kommen vom Kultusministerium. Die Akquise von Zuschüssen ist grundlegend und „Chefsache“.
„Arbeit und Kultur Saarland GmbH“:
Eine gemeinnützige GmbH mit Land und Arbeitskammer als Gesellschafter.
Die Aufgabe ist es kulturellen Institutionen und Vereinen Unterstützung bei der Einstellung und Beschäftigung arbeitsloser Akademiker zu bieten. D.h. Stellen schaffen, Anträge stellen, vermitteln und besetzen. („Verkappte Beschäftigungsgesellschaft“)
Der Bereich in dem Dirk Bubel als „Stellenschaffer“ tätig wird, hat eine Bandbreite vom soziokulturellen bis ökologischen Bereich.
Dabei entstehen auch Berührungspunkte zur bildenden Kunst, wie z.B. beim Kulturbahnhof Püttlingen, die er in seine Arbeit für das Künstlerhaus einbringen kann (Bsp. Katalogpublikationen).
Ziel ist es im soziokulturellen Bereich Stellen zu schaffen, die zu Festanstellungen werden.
Die Vermittlerrolle ist Dirk Bubel auf den Leib geschrieben, die er beim Vermitteln von Stellen ebenso wie im Auftrag des Künstlerhauses und als Redner beim „vis-à-vis“ in der Rosenstraße einzusetzen weiß.
4. Teilnehmerliste 26. Mai 2010:
Gardy Götzinger
Karolin Bohrer
Dirk Bubel
Günther Swiderski
Petra Petry
Dagmar Dillenburger
Ellen Franek
Peter Strickmann
30. Juni 2010
Preview der Ausstellung „Steine und Hölzer - Gardy Götzinger (Malerei) und Marianne Leisegang (Skulptur)
mit zahlreichen Gästen